News  ·  17. März 2026  ·  Allgemein

Warum ich diese Petition gestartet habe — und was sie wirklich fordert

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Es gibt Momente im Leben, in denen man erkennt: Das System funktioniert nicht so, wie es sollte. Nicht für mich. Nicht für viele andere. Und schon gar nicht für die Kinder, um die es eigentlich gehen sollte.

Ich bin René. Ich bin Vater. Und ich habe FairBessern gegründet — nicht aus Wut, sondern aus Überzeugung.

Worum geht es wirklich?

Diese Petition richtet sich nicht gegen Kindesunterhalt. Sie richtet sich nicht gegen Mütter. Sie richtet sich gegen ein System, das den Selbstbehalt unterhaltspflichtiger Eltern so niedrig ansetzt, dass das Existenzminimum unterschritten wird.

Ein konkretes Beispiel: Die Pfändungsfreigrenze nach § 850c ZPO — also der Betrag der einer Person mindestens verbleiben muss — liegt für Alleinstehende ohne jede Unterhaltspflicht bei 1.559,99 €. Der Selbstbehalt für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige hingegen beträgt nur 1.200 €. Das bedeutet: Wer gesetzlich für ein Kind verantwortlich ist, wird vom Staat schlechter geschützt als jemand ohne jede Pflicht.

Das ist kein Einzelfall. Das ist ein struktureller Widerspruch — schwarz auf weiß, in amtlichen Zahlen.

Was ich mir anhören musste

Seit ich die Petition gestartet habe, kamen Reaktionen die mich nachdenklich gemacht haben. Eine davon war: „Du jammerst doch nur wegen Unterhalt.“

Ich verstehe diese Reaktion. Wer das Thema nicht kennt, sieht vielleicht nur jemanden der sich beschwert. Aber wer die Zahlen kennt — die Düsseldorfer Tabelle 2026, die Pfändungsfreigrenzen, die Daten des Statistischen Bundesamts — der sieht etwas anderes: ein System das dringend reformiert werden muss.

Strukturelle Probleme zu benennen ist kein Jammern. Es ist notwendig.

Was wir fordern

Wir fordern keine Abschaffung des Unterhalts. Wir fordern Existenzsicherung für alle Beteiligten. Einen Selbstbehalt der die realen Lebenshaltungskosten widerspiegelt. Eine faire Berücksichtigung beider Elternteile. Und ein System das Kinder wirklich schützt — indem es auch den unterhaltspflichtigen Elternteil nicht in die Armut treibt.

Ein Elternteil der wirtschaftlich am Limit lebt, kann langfristig weniger für sein Kind da sein. Das schadet am Ende allen.

Jetzt bist du dran

30.000 Unterschriften können eine öffentliche Anhörung im Deutschen Bundestag erzwingen. Jede einzelne Stimme zählt — kostenlos, anonym möglich, in weniger als einer Minute.

👉 Jetzt unterzeichnen: fairbessern.org

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