FairBessern – Petition: Reform des Unterhaltsrechts
Petition an den Deutschen Bundestag

Reform des
Unterhaltsrechts.

Die Düsseldorfer Tabelle bildet die wirtschaftliche Realität vieler Eltern nicht mehr ab. Das schadet Kindern, Vätern und Familien gleichermaßen.

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§ 850c ZPO
Der Widerspruch
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Ein System, das Eltern in die Armut drängt.

Die aktuelle Ausgestaltung des Unterhaltsrechts führt bei Eltern mit niedrigen und mittleren Einkommen dazu, dass der notwendige Eigenbedarf faktisch unterschritten wird. Eine eigenständige, existenzsichernde Lebensführung wird so für viele unmöglich.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Kinder, nicht gegen Mütter und nicht gegen Unterhalt an sich – sondern gegen ein System, das die Lebensrealität nicht mehr abbildet und damit langfristig allen schadet.

FairBessern Logo

Sechs strukturelle Mängel des aktuellen Systems.

01
Unverhältnismäßiger Selbstbehalt
Der unpfändbare Grundbetrag nach § 850c ZPO für Alleinstehende ohne Kinder liegt höher als der Selbstbehalt unterhaltspflichtiger Eltern – ein schwer nachvollziehbarer Widerspruch im staatlichen Existenzschutz.
02
Steigende Lebenshaltungskosten
Miete, Energie, Mobilität und Lebensmittel betreffen alle Menschen gleichermaßen. Der Selbstbehalt spiegelt diese Realität kaum wider – besonders nicht bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit.
03
Ungleichgewicht bei Lebensvorteilen
Geldwerte Vorteile werden fast ausschließlich beim Barunterhaltspflichtigen berücksichtigt. Vergleichbare Vorteile beim betreuenden Elternteil bleiben regelmäßig unberücksichtigt.
04
+ Kosten
Umgangskosten werden ignoriert
Fahrtkosten, Verpflegung, gemeinsame Aktivitäten: Der barunterhaltspflichtige Elternteil zahlt faktisch doppelt – über den Barunterhalt und über die tatsächlichen Kosten des Umgangs.
05
€€€ ?
Kindergeld & tatsächlicher Bedarf
Die Kombination aus Barunterhalt, Kindergeld und nicht berücksichtigten Einsparungen kann dazu führen, dass die verfügbaren Mittel den tatsächlichen Bedarf des Kindes übersteigen.
06
AKTE §
Krankheit wird bestraft
Bei langfristiger Erkrankung oder SGB-II-Bezug wird der Selbstbehalt teilweise weiter abgesenkt – obwohl gerade in diesen Lagen zusätzliche Belastungen entstehen.
Alle Zahlen & Studien mit Quellenangaben →

Gerechtigkeit im Unterhaltsrecht bedeutet, die Lebensrealität heutiger Familien anzuerkennen und Verantwortung auf beiden Seiten fair zu würdigen.

Das fordern wir vom Gesetzgeber.

„Ich bitte den Deutschen Bundestag, das Unterhaltsrecht grundlegend zu überprüfen und die Selbstbehaltsregelungen der Düsseldorfer Tabelle realitätsnah an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten anzupassen. Der derzeitige Selbstbehalt unterschreitet für viele unterhaltspflichtige Eltern das Existenzminimum, insbesondere bei niedrigen und mittleren Einkommen sowie bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Ziel ist ein gerechter, existenzsichernder Unterhalt im Sinne des Kindeswohls in der Praxis.“

Sechs konkrete Forderungen für eine faire Reform.

1
Selbstbehalt realitätsnah und einheitlich anheben
Unabhängig von Erwerbstätigkeit, Krankheit oder Leistungsbezug muss der Selbstbehalt die tatsächlichen Lebenshaltungskosten widerspiegeln.
2
Pfändungsfreigrenzen als Orientierung
Die Entwicklung der Pfändungsfreigrenzen nach § 850c ZPO soll als Maßstab für den Existenzschutz im Unterhaltsrecht herangezogen werden.
3
Reale Lebenshaltungskosten beider Elternteile
Die tatsächlichen Kosten für Wohnen, Energie, Mobilität und Versicherungen müssen bei beiden Elternteilen gleichwertig berücksichtigt werden.
4
Umgangskosten systematisch anerkennen
Fahrtkosten, Verpflegung und gemeinsame Aktivitäten müssen pauschal und systematisch anrechnungsfähig sein.
5
Geldwerte Vorteile gleichwertig prüfen
Wirtschaftliche Vorteile beider Elternteile – nicht nur des Barunterhaltspflichtigen – müssen gleichwertig in die Berechnung einfließen.
6
Existenz sichern – Kindeswohl nachhaltig fördern
Das Unterhaltsrecht muss so ausgestaltet werden, dass die Existenz des Unterhaltspflichtigen gesichert bleibt und das Kindeswohl nachhaltig gefördert wird.
FairBessern Logo mit Wortmarke

Aus eigener Erfahrung.

René Lantzsch

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass unser aktuelles Unterhaltsrecht nicht mehr zur Lebensrealität moderner Eltern passt.

Ich habe FairBessern ins Leben gerufen, um denjenigen eine Stimme zu geben, die im Paragraphendschungel oft vergessen werden: den Kindern und den Eltern, die echte Partnerschaftlichkeit leben wollen.

Wir fordern eine Reform, die nicht bestraft, sondern Gerechtigkeit und Existenzsicherung für alle Beteiligten schafft.


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Gerade in Großstädten kann einem die aktuelle Regelung noch viel mehr Steine in den Weg legen – Unterhaltszahlungen führen dazu, dass Wohnungen in angemessener Größe nicht bezahlt werden können, wodurch Wohnraum für die Kinder im Wechselmodell fehlt.

Brock Ommen Berlin

Der Lebensstandard der Kinder sollte sich an den Gehältern beider Elternteile orientieren. Das aktuelle Unterhaltssystem ist extrem konservativ und entspricht in keinem Fall der Lebenswirklichkeit moderner Familien.

Janett Friedrich Haldensleben

Ich lebe in einer Patchworkfamilie und sehe täglich, wie mein Partner systematisch benachteiligt wird, obwohl er sich zu mehr als 50 % beteiligt. Nicht jede Frau ist automatisch der bessere Elternteil – es geht um Liebe, Fürsorge und Empathie.

Carina Neumayr Kirchweidach

Viele getrennt lebende Papas leben am Existenzminimum und wissen nicht mehr weiter. Existenzangst und die Angst, den Kindern nichts bieten zu können, sind an der Tagesordnung. Es ist nicht gerecht – Punkt.

Markus Böttger Halle

Gleichberechtigung endet im Unterhaltsrecht – dort zählt der Vater oft nur noch als Zahler, nicht mehr als Elternteil. Ich zahle jeden Monat und werde trotzdem zum Besucher gemacht. Dieses Unterhaltsrecht misst Geld höher als gelebte Elternschaft.

Christian Fehn Coburg

Als Vater, der vernünftiges Geld verdient und 40 % der Zeit die Kinder betreut, stehe ich durch den Unterhalt schlechter da als ein Bürgergeldempfänger.

Helge Christian Willbrandt Lübeck

Die Gleichstellung beider Elternteile ist für das Wohl eines Kindes existenziell.

Birgit Faber Neustadt

Ein System, das rein auf Tabellen und fiktiven Vorstellungen basiert, bedroht im Endeffekt das Wohl der Kinder, das es zu schützen vorgibt. Eine politische und gesellschaftliche Reformation ist nicht nur angebracht – sie ist zwingend notwendig.

Jean-Gerrit Dietz Selb

Wenn ein Elternteil strukturell so benachteiligt wird, dass es zur psychischen und existenziellen Belastung wird und sich auch auf den Umgang auswirkt, kann dies dem Kindeswohl nicht dienen.

Anonym Duisburg

Weil ich der Meinung bin, dass es trotz Trennung für beide Elternteile lebenswert bleiben muss, um die beste Fürsorge für seine Kinder zu gewährleisten.

Christiane Esemu Seulingen

Ich musste den Umgang mit meinen Kindern beenden, weil nichts gereicht hat – weder die Zeit noch das Geld. Ich beobachte meine Kinder heimlich. Das ist traurig.

Ferhat Kilic Nürnberg

Niemand kann von 1.450 Euro Selbstbehalt ein normales Leben führen. Dass man Unterhalt zahlt, ist völlig okay. Aber es muss jeder noch existieren können.

Brit Mietelski Oberlungwitz

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Fakten & Studien
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