Die Düsseldorfer Tabelle bildet die wirtschaftliche Realität vieler Eltern nicht mehr ab. Das schadet Kindern, Vätern und Familien gleichermaßen.
Die aktuelle Ausgestaltung des Unterhaltsrechts führt bei Eltern mit niedrigen und mittleren Einkommen dazu, dass der notwendige Eigenbedarf faktisch unterschritten wird. Eine eigenständige, existenzsichernde Lebensführung wird so für viele unmöglich.
Diese Petition richtet sich nicht gegen Kinder, nicht gegen Mütter und nicht gegen Unterhalt an sich – sondern gegen ein System, das die Lebensrealität nicht mehr abbildet und damit langfristig allen schadet.
Gerechtigkeit im Unterhaltsrecht bedeutet, die Lebensrealität heutiger Familien anzuerkennen und Verantwortung auf beiden Seiten fair zu würdigen.
„Ich bitte den Deutschen Bundestag, das Unterhaltsrecht grundlegend zu überprüfen und die Selbstbehaltsregelungen der Düsseldorfer Tabelle realitätsnah an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten anzupassen. Der derzeitige Selbstbehalt unterschreitet für viele unterhaltspflichtige Eltern das Existenzminimum, insbesondere bei niedrigen und mittleren Einkommen sowie bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Ziel ist ein gerechter, existenzsichernder Unterhalt im Sinne des Kindeswohls in der Praxis.“
René Lantzsch
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass unser aktuelles Unterhaltsrecht nicht mehr zur Lebensrealität moderner Eltern passt.
Ich habe FairBessern ins Leben gerufen, um denjenigen eine Stimme zu geben, die im Paragraphendschungel oft vergessen werden: den Kindern und den Eltern, die echte Partnerschaftlichkeit leben wollen.
Wir fordern eine Reform, die nicht bestraft, sondern Gerechtigkeit und Existenzsicherung für alle Beteiligten schafft.
30.000 Stimmen können eine öffentliche Anhörung im Bundestag erzwingen. Es dauert weniger als eine Minute. Kostenlos & anonym möglich.
✍️ Bei openPetition unterzeichnenFrist: 10. September 2026
Echte Kommentare von openPetition – ungekürzt und unverändert.
Gerade in Großstädten kann einem die aktuelle Regelung noch viel mehr Steine in den Weg legen – Unterhaltszahlungen führen dazu, dass Wohnungen in angemessener Größe nicht bezahlt werden können, wodurch Wohnraum für die Kinder im Wechselmodell fehlt.
Der Lebensstandard der Kinder sollte sich an den Gehältern beider Elternteile orientieren. Das aktuelle Unterhaltssystem ist extrem konservativ und entspricht in keinem Fall der Lebenswirklichkeit moderner Familien.
Ich lebe in einer Patchworkfamilie und sehe täglich, wie mein Partner systematisch benachteiligt wird, obwohl er sich zu mehr als 50 % beteiligt. Nicht jede Frau ist automatisch der bessere Elternteil – es geht um Liebe, Fürsorge und Empathie.
Viele getrennt lebende Papas leben am Existenzminimum und wissen nicht mehr weiter. Existenzangst und die Angst, den Kindern nichts bieten zu können, sind an der Tagesordnung. Es ist nicht gerecht – Punkt.
Gleichberechtigung endet im Unterhaltsrecht – dort zählt der Vater oft nur noch als Zahler, nicht mehr als Elternteil. Ich zahle jeden Monat und werde trotzdem zum Besucher gemacht. Dieses Unterhaltsrecht misst Geld höher als gelebte Elternschaft.
Als Vater, der vernünftiges Geld verdient und 40 % der Zeit die Kinder betreut, stehe ich durch den Unterhalt schlechter da als ein Bürgergeldempfänger.
Die Gleichstellung beider Elternteile ist für das Wohl eines Kindes existenziell.
Ein System, das rein auf Tabellen und fiktiven Vorstellungen basiert, bedroht im Endeffekt das Wohl der Kinder, das es zu schützen vorgibt. Eine politische und gesellschaftliche Reformation ist nicht nur angebracht – sie ist zwingend notwendig.
Wenn ein Elternteil strukturell so benachteiligt wird, dass es zur psychischen und existenziellen Belastung wird und sich auch auf den Umgang auswirkt, kann dies dem Kindeswohl nicht dienen.
Weil ich der Meinung bin, dass es trotz Trennung für beide Elternteile lebenswert bleiben muss, um die beste Fürsorge für seine Kinder zu gewährleisten.
Ich musste den Umgang mit meinen Kindern beenden, weil nichts gereicht hat – weder die Zeit noch das Geld. Ich beobachte meine Kinder heimlich. Das ist traurig.
Niemand kann von 1.450 Euro Selbstbehalt ein normales Leben führen. Dass man Unterhalt zahlt, ist völlig okay. Aber es muss jeder noch existieren können.