Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Ein Tag der feiern soll was Arbeit bedeutet: Würde. Unabhängigkeit. Perspektive.
Für viele Unterhaltspflichtige in Deutschland ist Arbeit heute eine Falle.
Je mehr jemand verdient desto mehr Unterhalt zahlt er — ohne dass das was ihm verbleibt nennenswert über dem Existenzminimum liegt. Der Selbstbehalt von 1.450 € wächst nicht proportional mit dem Einkommen. Die Schere zwischen Leistung und verbleibendem Lebensstandard bleibt bestehen.
Je mehr jemand arbeitet desto weniger Zeit hat er für sein Kind. Und wer weniger arbeitet um mehr Zeit beim Kind zu sein wird mit einem fiktiven Einkommen bestraft — so behandelt als würde er noch das alte Gehalt verdienen.
Das ist das Zeit-Geld-Dilemma das wir bereits beschrieben haben. Aber am Tag der Arbeit verdient es besondere Aufmerksamkeit.
Arbeit soll befreien. Sie soll Perspektive schaffen. Sie soll Menschen ermöglichen ein würdiges Leben zu führen.
Im deutschen Unterhaltsrecht bestraft sie Engagement und belohnt Passivität. Das ist das Gegenteil von dem was ein gerechtes System leisten sollte.
Ein modernes Unterhaltsrecht muss Menschen die arbeiten und ihrer Verantwortung nachkommen dafür belohnen — nicht bestrafen.
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