Es gibt einen Widerspruch im deutschen Unterhaltsrecht der selten offen angesprochen wird, obwohl er das Leben vieler Unterhaltspflichtiger täglich bestimmt.
Das Unterhaltsrecht verlangt maximale finanzielle Leistung. Es berechnet den Unterhalt auf Basis des Einkommens und je mehr jemand verdient, desto mehr muss er zahlen. Das klingt zunächst logisch.
Aber was passiert wenn jemand weniger arbeiten möchte um mehr Zeit für sein Kind zu haben?
Dann greift das Konzept des fiktiven Einkommens: Wer seine Arbeitszeit reduziert ohne dafür einen anerkannten Grund zu haben, dem rechnen Gerichte oft das frühere — höhere — Einkommen an. Er zahlt also für Geld das er gar nicht mehr hat.
Und was ist mit Menschen in Schicht- oder Rufbereitschaftsarbeit? Ihre Zulagen werden voll angerechnet — obwohl genau diese Arbeitszeiten es unmöglich machen regelmäßig beim Kind zu sein.
Das Ergebnis ist eine Falle: Wer mehr verdient zahlt mehr Unterhalt — und hat weniger Zeit für sein Kind. Wer weniger arbeitet um beim Kind zu sein wird so behandelt als würde er absichtlich die Unterhaltszahlung drücken.
Das System muss anerkennen dass Zeit für das Kind und maximale Erwerbsarbeit oft im Widerspruch stehen. Ein Elternteil darf nicht durch Unterhaltstitel in einem belastenden Job festgehalten werden der den Kontakt zum Kind faktisch erschwert.
Das ist eine der strukturellen Schwächen die FairBessern mit der Petition adressiert.
📊 Alle Quellen und Belege: fairbessern.org/fakten
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