„Die Mutter trägt 24/7 die Verantwortung.“ Dieser Satz taucht in Debatten über das Unterhaltsrecht immer wieder auf — als Argument gegen das Wechselmodell und als Begründung für den vollen Barunterhalt.
Schauen wir genauer hin.
Ein Kind verbringt durchschnittlich 8 Stunden täglich in Kita oder Schule. In dieser Zeit liegt die Verantwortung bei der Einrichtung — nicht bei der Mutter. In den Abend- und Wochenstunden die das Kind beim Vater verbringt — oft 10 bis 14 Tage im Monat — trägt der Vater die volle Verantwortung. Vollständig. Ohne finanzielle Anerkennung. Ohne Abzug beim Unterhalt.
Das ist kein Angriff auf Alleinerziehende. Die Last die viele Mütter tragen ist real und sie verdient Respekt und Unterstützung.
Aber genau deshalb ist die Frage berechtigt: Wenn diese Last so groß ist — warum ist das Wechselmodell dann so selten eine Option?
Das Wechselmodell halbiert die Last für den betreuenden Elternteil. Es verdoppelt die Verantwortung für den anderen. Es gibt dem Kind beide Elternteile im Alltag zurück — nicht nur am Wochenende.
Ein System das Väter zu reinen Zahlern degradiert entlastet Mütter nicht. Es zementiert eine Rollenverteilung die beiden Elternteilen schadet — und am Ende dem Kind.
Geteilte Verantwortung ist die Antwort. Nicht mehr Geld. Mehr Beteiligung.
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