Es gibt ein Argument das Vätern immer wieder entgegengebracht wird wenn sie eine größere Wohnung nehmen oder ein Zimmer für ihr Kind einrichten: Das sei doch nur ein finanzieller Trick. Um weniger Unterhalt zu zahlen.
Dieses Argument sagt mehr über das System aus als über die Väter.
Denn was steckt tatsächlich dahinter wenn ein Vater Platz für sein Kind schafft? Er richtet ein Zimmer ein. Kauft ein Bett. Hängt Bilder auf. Schafft einen Ort der dem Kind gehört — bei ihm.
Das ist kein Trick. Das ist das Recht des Kindes auf ein Zuhause bei beiden Elternteilen.
Die Systemlogik des aktuellen Unterhaltsrechts denkt in Betreuungsanteilen und Geldbeträgen. Wer weniger als die Hälfte der Zeit betreut zahlt vollen Unterhalt — unabhängig davon ob er eine größere Wohnung mietet ob er ein Kinderzimmer hat ob er tatsächlich Betreuungsleistung erbringt.
Das Ergebnis: Wer als Vater Raum für sein Kind schafft wird vom System nicht belohnt — er trägt die Mehrkosten alleine. Wer Alltag leben will zahlt dafür doppelt.
Wurzeln wachsen nicht im Gästezimmer. Sie wachsen nicht auf der Couch. Ein Kind braucht bei beiden Elternteilen einen festen Platz — das ist keine finanzielle Forderung. Das ist eine Frage des Kindeswohls.
Wir fordern eine faire Berücksichtigung von Wohnraum und tatsächlicher Betreuungsleistung im Unterhaltsrecht. Wer Verantwortung übernimmt muss das auch im System abgebildet sehen.
👉 Jetzt Petition unterzeichnen — René