News  ·  23. April 2026  ·  Allgemein

Das Gesetz von 1956 — warum das Unterhaltsrecht die Gegenwart nicht kennt

Zurück zu News

Wenn man verstehen will warum das deutsche Unterhaltsrecht so ist wie es ist muss man zurückgehen. Weit zurück.

Die Grundstruktur des deutschen Unterhaltsrechts stammt aus einer Zeit in der die Rollenverteilung klar war: Der Vater verdient Geld. Die Mutter erzieht das Kind. Nach einer Trennung zahlt der Vater — und die Mutter betreut.

Das war 1956.

70 Jahre später hat sich die Gesellschaft fundamental verändert. Väter wechseln Windeln. Väter gehen zu Elternabenden. Väter nehmen Elternzeit. Väter machen Hausaufgaben kochen Abendessen stehen nachts auf wenn das Kind krank ist.

Moderne Väter wollen nicht Versorger sein. Sie wollen Bezugspersonen sein.

Das Unterhaltsrecht hat diese Entwicklung nicht mitgemacht.

Es sieht noch immer primär einen Elternteil der betreut und einen der zahlt. Wer als Vater mehr Zeit übernimmt wird dafür nicht belohnt — er zahlt trotzdem denselben Unterhalt. Wer ein Kinderzimmer einrichtet bekommt dafür keine Anerkennung. Wer Alltag lebt wird rechtlich trotzdem als Besuchsonkel behandelt.

Ein Gesetz das Väter nur als Versorger kennt schadet Kindern die in einer Zeit aufwachsen in der beide Elternteile echte Bezugspersonen sein können und wollen.

2026 braucht ein Recht von 2026. Das ist der Kern der Reform die wir fordern.

👉 Jetzt Petition unterzeichnen — René

Alle News ansehen